WEEK 4
04.10.26
@
Lincoln Financial Field
Philadelphia,Pennsylvania

Mammutaufgabe in Philly

Nach den ersten drei turbulenten Wochen der Saison 2026 steht für die Los Angeles Rams die nächste Prüfung auf dem Programm. In Woche 4 reist das Team von Head Coach Sean McVay nach Pennsylvania, um im Lincoln Financial Field gegen die Philadelphia Eagles anzutreten. Die Bilanz der Rams (1-2) spiegelt eine Achterbahnfahrt wider: Nach der Auftaktniederlage gegen die 49ers (7:27) und der defensiven Machtdemonstration gegen die NY Giants (28:6) folgte in Woche 3 bei der bitteren 26:30-Niederlage gegen die Denver Broncos ein Offensiv-Spektakel mit Schattenseiten.
Doch auch der Gegner kommt keineswegs makellos in das Duell. Nach zwei knappen Siegen verloren die Eagles erst kürzlich bei Monday Night Football überraschend deutlich mit 7:27 bei den Chicago Bears.

Über die Eagles
Record: 2-1
Home: 1-0
Away: 1-1
Division: 1st in NFC East
Head Coach: Nick Sirianni

Die Philadelphia Eagles erlebten im Primetime-Spiel in Chicago einen echten Dämpfer. Offensiv fand das Team um Jalen Hurts kaum Rhythmus und leistete sich drei Ballverluste, darunter zwei Interceptions.
Nach zwei knappen Siegen zum Auftakt gegen Washington und Tennessee legte die Niederlage im Soldier Field erste Schwachstellen der Eagles offen.
Historisch gesehen liegt der Vorteil dennoch auf Seiten der Eagles: Philadelphia entschied die letzten Aufeinandertreffen für sich – darunter den 33:26-Erfolg im direkten Duell der vergangenen Saison. Die Rams warten seit vier Spielen auf einen Sieg gegen das Franchise aus der „City of Brotherly Love“.

Offense findet Rhythmus – Ballverluste als Knackpunkt

Matthew Stafford zeigte in Woche 3, zumindest in der ersten Halbzeit, seine gewohnte Elite-Form und warf gegen die Broncos für starke 390 Yards und 2 TDs. Die WRs Davante Adams mit 137 Yards und Konata Mumpfield etablierten sich als verlässliche Anspielstationen. Auch wenn Adams die letzten beiden Wochen ordentlich Gas gegeben hat, ist es für das Team wichtig, dass Nacua zurück kehrt, was unlängst bestätigt wurde.
Das Laufspiel um Kyren Williams und Blake Corum überzeugte nach verhaltenem Start zuletzt wieder mit 158 Yards gegen Denver sowie 97 Rushing Yards beim Sieg über die Giants. Problematisch bleibt die Ball-Security. Interceptions in entscheidenden Momenten und die Ineffizienz in der Red Zone kosteten die Rams zuletzt den Erfolg. Genau hier zeigte sich aber auch Philadelphia am Montag anfällig, als sie 3 Bälle an den Gegner abgaben.

Pass Rush als Faustpfand gegen Hurts

Die Verteidigung von Defensive Coordinator Chris Shula zeigte bereits extremes Potenzial: Gegen die Giants ließ man nur 6 Punkte und 182 Total Yards zu. Der Pass Rush bleibt das Herzstück: Das Duo von Byron Young und Desjuan Johnson erzeugt konstant Druck. Dass Jalen Hurts unter Druck zu Fehlern neigt, bewies die Bears Defense am Montagabend eindrucksvoll, als sie Hurts bei nur 153 Passing Yards hielt und zwei Sacks sowie eine Interception erzwang.

Special Teams unter kritischer Beobachtung

Ein zentraler Fokus richtet sich auf die Special Teams Unit der Rams. Zwar glänzte Kicker Harrison Mevis in Woche 3 mit 4 von 4 Field Goals, doch die Coverage-Unit offenbarte in den ersten drei Partien eklatante Schwächen. Die Rams ließen bei gegnerischen Kickoff-Returns im Schnitt viel zu viel Raumgewinn zu. Gegen ein Eagles-Team, das trotz der jüngsten Niederlage über gefährliche Return-Spezialisten wie Britain Covey verfügt, muss die Kicking- und Coverage-Unit hochkonzentriert agieren.

Injury Report

Key Stats & Fakten aus den ersten 3 Wochen

Eagles Offensive Ladehemmung: Nach durchwachsener Leistung erarbeiteten sich die Eagles im Monday Night Game lediglich 248 Total Yards und 14 First Downs.

Turnover-Schlüssel: Wer die Ballbesitz-Bilanz gewinnt, hat beste Karten. Philadelphia verlor die Turnover-Battle in Woche 3 mit 0:3, während die Rams-Offense ebenfalls Disziplin in der Red Zone braucht.

Third-Down-Effizienz: Während die Rams gegen Denver 8 von 17 Third Downs konvertierten, brachten die Eagles am Montag nur magere 2 von 9 Versuchen durch.

Special Teams: Die "Spezialisten" müssen sich nicht nur im nächsten Spiel, sondern auch für die komplette Saison steigern.

Fazit

Nach der überraschend deutlichen Monday-Night-Pleite der Eagles in Chicago steht das Spiel im Lincoln Financial Field unter besonderen Vorzeichen. Für Sean McVay und die Rams bietet sich die Chance, ein verunsichertes Eagles-Team früh unter Druck zu setzen. Voraussetzung dafür ist, dass die Offense an die starken Raumgewinne der Vorwoche anknüpft und die Defense Jalen Hurts ähnlich effektiv beschränkt wie es Chicago gelang. Unabdingbar für einen Auswärtserfolg ist jedoch auch, dass sich das Special Teams gegenüber den ersten drei Wochen spürbar verbessert zeigt und keine leichten Yards über die Field Position abgibt.

Können die Rams das Ruder jetzt endgültig rumreißen?